England gegen Argentinien: Die Geschichte einer WM-Rivalität
Wenn England und Argentinien heute im WM-Halbfinale aufeinandertreffen (21:00 MESZ, Atlanta), ist es weit mehr als ein Spiel. Es ist die erste WM-Begegnung der beiden seit 24 Jahren, das erste K.-o.-Duell seit 28 Jahren – und die Fortsetzung einer der aufgeladensten Rivalitäten des Weltfußballs. Für das deutsche Publikum sind es Bilder, die jeder kennt: die Hand Gottes, das Jahrhunderttor, Beckhams Platzverweis. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger dürfte am Abend an einige davon erinnern.
Ladevorgang...
1986: Die Hand Gottes und das Jahrhunderttor
Kein Kapitel ist berühmter als das Viertelfinale der WM 1986 in Mexiko-Stadt. Diego Maradona entschied es im Alleingang – und auf zwei gegensätzliche Arten. Zuerst fälschte er den Ball mit der Faust ins Tor, ein Treffer, den er später „die Hand Gottes" nannte. Vier Minuten danach folgte das, was viele bis heute für das schönste Tor der WM-Geschichte halten: ein Sololauf über den halben Platz, vorbei an der halben englischen Mannschaft, das „Jahrhunderttor". Argentinien gewann 2:1 und später den Titel.
1998: Beckhams Platzverweis, Argentinien im Elfmeterschießen
Zwölf Jahre später, im Achtelfinale von Saint-Étienne, lieferten beide eines der dramatischsten Spiele der WM 1998. Nach einem 2:2 nach Verlängerung – inklusive eines gefeierten Solotors des 18-jährigen Michael Owen – entschied das Elfmeterschießen zugunsten Argentiniens. In Erinnerung blieb vor allem der Platzverweis von David Beckham, der sich nach einem Foul zu einem Tritt gegen Diego Simeone hatte hinreißen lassen. Beckham wurde in England über Nacht zur Zielscheibe.
2002: Beckhams Erlösung
Die Wiedergutmachung folgte bei der WM 2002 in Japan. In der Gruppenphase trafen beide erneut aufeinander – und diesmal war es Beckham, der England zum 1:0 schoss: sicher vom Elfmeterpunkt, vier Jahre nach seinem Platzverweis. Es war die bislang letzte WM-Begegnung der beiden Nationen und ein seltener Moment, in dem die Rivalität eine Geschichte der Erlösung erzählte.
Ein Duell mit Ladung – das beide Trainer einordnen
Dass das Aufeinandertreffen über den Sport hinaus eine Ladung trägt, ist beiden Lagern bewusst – und beide gehen betont sachlich damit um. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni wollte die Vergangenheit ausdrücklich ausklammern:
„The reality is this is a football match. I am not going to mix everything up, especially regarding things that happened so long ago." (Die Realität ist: Das ist ein Fußballspiel. Ich werde nicht alles vermischen, gerade in Bezug auf Dinge, die vor so langer Zeit passiert sind.)
Englands Trainer Thomas Tuchel – dem deutschen Publikum aus seiner Bundesliga- und Champions-League-Zeit bestens bekannt – betonte die Strahlkraft der Begegnung:
„The two shirts are just iconic. There are historic matches, iconic moments, and everyone recognises the shirts and players straight away." (Die beiden Trikots sind einfach ikonisch. Es gibt historische Spiele, ikonische Momente, und jeder erkennt die Trikots und Spieler sofort.)
Und heute? Ein neues Kapitel
Die Ausgangslage 2026 ist so offen wie selten: England ist bei den Buchmachern hauchdünner Favorit, beim reinen Finaleinzug liegt das Team bei rund 1,79, Argentinien bei etwa 2,10 (Stand 14. Juli 2026). Erstmals überhaupt trifft dabei Lionel Messi auf England – der Mann, der Maradonas Erbe trägt, gegen das Land, gegen das Maradona seine berühmtesten Tore erzielte. Wer gewinnt, trifft im Finale auf Spanien.
Verantwortungsvoll wetten. Etwaige Wettquoten aus den gängigen Buchmacher-Linien (Stand 14. Juli 2026) und als Spannen zu verstehen. Bei Anbietern wie Boomerang Bet.com oder ZotaBet können die Linien abweichen – immer vor der Wette prüfen. Glücksspiel kann süchtig machen. Hilfe in Deutschland: BZgA-Beratungstelefon 0800 137 27 00.
Weiter im Programm: England gegen Argentinien: die Vorschau mit Quoten, WM-Geschichte & Rekorde, WM 2026 England, WM 2026 Argentinien.
